Warum der Namensstreit? Während in Japan und Russland das Meer in der Landessprache stets Japanisches Meer genannt wird, möchten Nordkorea und besonders Südkorea den Namen ihrer Landessprache verwenden.
Meere

Das japanische Meer

Um seinen Namen ist ein Streit entbrannt: Die meisten Staaten und internationalen Organisationen verwenden die Bezeichung Japanisches Meer. Doch nicht alle Anrainerstaaten sind damit zufrieden.

Im Süden und Osten wird das Japanische Meer durch die Inseln Japans begrenzt, im Norden findet sich die Insel Sachalin und im Westen liegen Nordkorea, Südkorea und Russland. Es ist ein Randmeer des pazifischen Ozeans und kann in drei Becken unterteilt werden. Das Japanbecken, das sich im Norden des Japanischen Meeres befindet und die tiefste Stelle aufweist, das Yamatobecken im Südosten, wo die Wassertiefe maximal 285 Meter beträgt, und das Tsushimabecken im Südwesten. Gerade in letzter Zeit wird das Japanische Meer immer öfter zum Ziel von Kreuzfahrten.

Warum der Namensstreit? Während in Japan und Russland das Meer in der Landessprache stets Japanisches Meer genannt wird, möchten Nordkorea und besonders Südkorea den Namen ihrer Landessprache verwenden. Diese Länder sagen Koreanisches Ostmeer oder nur Ostmeer zu dem Gewässer. Südkorea hatte vorgeschlagen, einen Kompromiss zu wählen und zukünftig beide Bezeichnungen zu verwenden, doch Japan lehnt diesen Vorschlag ab. In diesem schon lange währenden Streit ist derzeit noch keine Lösung in Sicht.

Das Japanische Meer ist eine bedeutende Schifffahrtsroute. Der Fischfang in diesem Meer ist für die Anrainerstaaten ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Nicht zu vergessen der Tourismus: Kreuzfahrten führen regelmäßig in dieses Gewässer. Wichtige Inseln sind die Liancourt-Felsen, Oki-Inseln, Okushiri, Rebun, Rishiri, Sado, Tsushima und Ulleungdo.